In der Endphase großer IT-Transformationen entscheidet sich der Erfolg oft an einer Schnittstelle, die zu Beginn gerne unterschätzt wird: dem Übergang vom projekteigenen Takt in das konzernweite Releasemanagement. Wer hier erst kurz vor dem Go-Live über Synchronisation nachdenkt, riskiert kostspielige Verzögerungen.
Prozess-Synchronisation: Frühzeitiges „Alignment“ ist Pflicht
Ein projekteigenes Releasemanagement agiert in der Entwicklungsphase oft agiler und in anderen Zyklen als die Konzern-IT. Doch am Ende der Strecke, die meist aus mehreren Entwicklungs- und Testiterationen besteht, steht immer die Integration in die produktive Konzernlandschaft. Damit es nicht auf den letzten Metern unnötig knirscht, können bereits frühzeitig Vorbereitungen getroffen werden. Beispielsweise:
- Harmonisierung der Termine:
Die Projekt-Meilensteine müssen so gesetzt werden, dass sie die offiziellen Anmeldefristen und Wartungsfenster des Konzerns bedienen. - Gemeinsames Vokabular:
Begriffe wie „Release“, „Hotfix“ oder „Abnahme“ müssen projektübergreifend einheitlich definiert sein, um Missverständnisse bei der Übergabe zu vermeiden. - Rollenklärung:
Der Verantwortungsübergang zwischen Projekt- und Konzernrollen muss frühzeitig fixiert werden.
Tool-Strategie: Integration statt Datengrab
Die Effizienz steht und fällt auch beim Übergang in die Linie mit der Werkzeuglandschaft. Hier gibt es zwei Wege:
- Das „Shared Tool“
Idealerweise nutzen Projekt und Konzern eine gemeinsame Plattform, in der unterschiedliche Ordnungsbegriffe und Workflows für lokale und zentrale Releases parallel existieren können. - Smarte Schnittstellen
Nutzen die Beteiligten unterschiedliche Werkzeuge, sind automatisierte Schnittstellen essenziell. Technische Artefakte und Statusänderungen müssen ohne manuellen Übertragungsaufwand vom Projektsystem in das Konzern-Tracking fließen.
Am Ende der Strecke steht dann der Go-Live, in dem die Ergebnisse aus oftmals Monate währenden Entwicklungs- und Testzyklen in das produktive Umfeld gehoben werden. Welche Vorteile Sie hier durch ein projekteigenes Release- und Umgebungsmanagement ausspielen, erfahren Sie im folgenden Teil!
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